PUVA-Therapie

Die Abkürzung PUVA steht für die Behandlung mit einem Medikament, das als wirksame chemische Substanz ein Psoralen (8-MOP) enthält, und nachfolgender Bestrahlung mit langwelligem UV-Licht, kurz mit UVA. Durch die UVA-Bestrahlung kommt es zu einer kontrollierten phototoxischen Reaktion, in deren Folge ein therapeutischer Effekt eintritt. Weder mit dem Psoralen allein noch mit der UVA-Bestrahlung allein lässt sich der gewünschte therapeutische Effekt erreichen.
Das Ziel der PUVA-Therapie ist es, die Behandlung einer Reihe von Hautkrankheiten, speziell der Schuppenflechte, zu verbessern und zu verkürzen. Das Medikament kann in Form von Tabletten eingenommen oder von aussen auf die Haut gebracht werden.

Man spricht entweder von einer systemischen oder von einer lokalen PUVA-Therapie. Neuere Modifikationen der lokalen PUVA-Therapie sind PUVA-Bad-Therapie, PUVA-Ölbad-Therapie, Creme-PUVA-Therapie.

Einige Vorteile der lokalen PUVA-Therapie im Vergleich zur systemischen PUVA-Therapie:

- Es genügt eine wesentlich kleinere UVA-Dosis
- Keine Übelkeit, keine systemischen Nebenwirkungen, d.h. auch bei Nieren- und Lebererkrankungen ist eine Therapie möglich
- Kein Risiko für die Augen
- Beim PUVA-Bad ist nach maximal 3 Stunden keine erhöhte Lichtempfindlichkeit mehr vorhanden
- Nicht gebadete oder nicht eingecremte Regionen brauchen nicht vor Licht geschützt werden

Vor Beginn der Therapie wird eine spezielle Lichttestung (MPD-Bestimmung) durchgeführt, die der Ermittlung der Lichtempfindlichkeit nach vorangegangenem Psoralenkontakt dient. Die Ablesung erfolgt nach 72 Stunden. Erst danach beginnt die Therapie. Die Behandlung wird insgesamt etwa 20 bis 30 mal, jeweils 4 mal pro Woche, durchgeführt und zwar Montag, Dienstag und Mittwoch, Donnerstag. Besonders dann, wenn es sich um eine Psoriasis der Hände und FüSSe handelt, können noch mehr Bestrahlungen erforderlich sein.